30. Mai 2026
Als Beginn der Vortragsreihe “Trotz alledem – Für etwas besseres als die Nation” beschäftigen wir mit Antiziganismus, also der Diskrimierung gegen Sinti* und Roma*.
Über ihre eigene Erfahrung rappen anschließend Gipsy Mafia (Anarcho Antifa Hiphop), die sich und ihrer Geschichte als Roma* im ehemaligen Jugoslawien ganz ohne Label die Bühne nehmen. Unterstützt werden sie durch die Nürnberger Hiphop Crew Unbekannte Nummer, die hier ihren ersten öffentlichen Auftritt haben wird.
Stereotype Bilder über Sinti* und Roma* existieren seit Jahrhunderten und sind auch nach dem nationalsozialistischen Völkermord kaum tabuisiert. In der Gegenwart zeigt sich der Antiziganismus über mediale Hetzkampagnen und anhand von Einstellungsbefragungen. Weniger offen, aber mit erheblichen Konsequenzen für Betroffene, wirken institutionelle Mechanismen, die unerwünschte Zuwanderung unterbinden und sozialrechtliche Ausschlüsse legitimieren sollen.
Der Vortrag versteht sich als Einführung in die Kritik des Antiziganismus und setzt sich dabei mit dessen wichtigsten aktuellen Erscheinungsformen auseinander. Dabei soll die gängige sprach- und diskriminierungsbezogene Perspektive, um ein herrschaftskritisches Verständnis des spezifischen Rassismus gegen Sinti*und Roma* erweitert werden.
