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Der Verein

Wir stellen uns vor
 
Die “Initiative für ein selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum” in Nürnberg gründete sich im Herbst 2001. Dies war ein Zusammenschluss von verschiedenen Gruppen, Vereinen und Einzelpersonen aus Nürnberg.
Das Ziel der Initiative war die Schaffung eines selbstorganisierten, städtisch unabhängigen Kulturzentrums in dem Jede_R unabhängig von Herkunft und sozialem Stand ihre/seine Freizeit gestalten kann, ohne Konsumzwang ausgesetzt zu sein.
Im Juli 2002 wurde der Verein “Alternative Kultur Nürnberg e.V.” gegründet. Der Verein dient dazu unserer Initiative eine feste Struktur zu geben um dadurch kontinuierlich zu arbeiten und der Stadt gegenüber als Verhandlungspartner auftreten zu können.
 
Die Ausgangssituation

 
Seit der Umgestaltung des “KOMM” zum “K4″, der Verlagerung des Kunstvereins an einen besonders für Jugendliche schwer zugänglichen Ort am Stadtrand und der Schließung der “Saldoferstrasse” gibt es in Nürnberg keine dauerhaften und zentral gelegenen selbstverwalteten Räume mit Tagesbetrieb mehr. Und auch die Existenz der anderen noch bestehenden subkulturellen Räumlichkeiten in Nürnberg ist bei weitem nicht gesichert. Dies zeigte sich vorallem in den Diskussionen über die Umgestaltung des “K4″, dem unsicheren Status des “Kunstvereins” im Z-Bau und den Kürzungen im kulturellen Bereich von dem unter anderem das “Stadtteilzentrum Desi” betroffen war.
 

Aufgrund der zunehmenden Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raums sowie des fortschreitenden Sozialabbaus hielten und halten wir es jedoch für immer bedeutender, Zentren zu schaffen, in denen Freizeitgestaltung abseits des Mainstreams und ohne Konsumzwang möglich ist. Räume in denen vor allem Jugendliche verschiedenster Herkunft Konzepte des sozialen Dialogs und basisdemokratischer Entscheidungsprozesse entwickeln und ausprobieren können.
 
Es stehen kaum Orte zur Verfügung, in denen beispielsweise selbstorganisierte unkommerzielle Kultur stattfinden kann. Ein Abend auf einem Konzert oder in einer Kneipe sollte schließlich für jede/jeden erschwinglich sein und Menschen, die wenig Geld haben, sollten nicht ausgeschlossen werden. Wir wollen nicht für alles, was wir tun, Geld ausgeben. Wir wollen unsere Ideen selber verwirklichen und uns nicht alles vorsetzen lassen!
Darüber hinaus wird es zunehmend wichtiger, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen eine Rückzugsmöglichkeit finden – geschützt vor Rassismus, Sexismus, Diskriminierung und jeglicher anderer Form der Gewalt. Um einen solchen Raum zu verwirklichen suchte der Verein Räumlichkeiten zur Umsetzung eine solchen Projekts, was nun mit dem Projekt31 endlich Formen angenommen hat.
 
Grundsatzpositionen des Vereins
 
Der Verein ist gundsätzlich weltanschaulich offen. Es werden aber keine undemokratischen und/oder menschenverachtenden Weltanschauungen geduldet. Sie sollen vielmehr durch das Wirken des Vereins bekämpft werden.Für alle Mitglieder ist es notwendiger Teil unserer Vereinsarbeit gegen Rassismus, Faschismus, Krieg, Ausbeutung und patriarchale Strukturen in der Gesellschaft vorzugehen. Der Verein steht den Entwicklungen der kapitalistischen Verwertungslogik, welche sich immer stärker in allen Bereichen unseres Lebens ausbreitet, kritisch gegenüber. Ziel ist es hierzu Alternativen zu entwickeln, welche sich in unserem täglichen Miteinander umsetzen lassen.  Der Verein fördert progressive und unkommerzielle Kultur von unten. Er strebt eine Zusammenarbeit mit einem möglichst breiten Spektrum kultureller und politischer Gruppen an und fördert diese.